„Welcome in Amman! Well, not at the International Airport but we are save on the ground.” Die trockene britische Art des British Airways Bordpersonals macht Spaß, auch weil der Kapitän weniger später ergänzt „ …not exactly where we wanted to land…“ Es gab nämlich Nebel am Queen Alia International Airport und nach dem 2. Durchstarten vermeldete der Pilot ganz seriös und trocken „you may have remarked that our situation has not improved” und landete lieber am local Amman Airport. Da der allerdings keine Immigration hat, durften wir 4 Stunden im Flieger sitzen, bis der Nebel endlich weg war und wir Weiterfliegen konnten. Anouchkas Situation – ihr war während der Warteschleifen immer schlechter geworden und musste dann eine dieser Spucktüten nutzen – hatte sich wenigstens während der Wartezeit etwas gebessert. Und ein dickes Lob an die Kinder, die die Ruhe selbst waren. Super!
Nach einer weiteren netten Stunde in der Visa-Warteschlange stehen, suchten wir müde und ermattet unseren „Green Motion“ Mietwagenschalter. Vergeblich, den gab es nämlich einfach nicht! Was hilft da schon eine prepaid Buchungsbestätigung von „Billiger-Mietwagen.de“ in der Hand. Hätten wir doch nicht das billigste Mietwagenangebot nehmen sollen? Na, die Reise geht ja schlecht los! Schon der Beginn in HH war unrund: kein Großraumtaxi erhalten und dann 14 € für eine kurze Fahrt mit einem 12 Minuten verspäteten Schnellbus gezahlt.
Dann, wie so oft auf Reisen, wenn mehrere Sachen nicht gut laufen, kommt der Umschwung zum Guten: Die Tourist Info konnte weiterhelfen, rief bei Green Motion an und 15 Minuten später war ein Angestellter von denen da. Unsere Erwartung an den Wagen sah wie folgt aus:
Aber es folgte ein Wagen, der noch die Türpuffer des Werkes an den Türen und Plastik auf den Sitzen hatte und mit 1600Km Laufleistung quasi nagelneu war.
Nach einem stärkenden Kaffee
ging es nach Madaba los. Aber ein Kaffee wäre gar nicht nötig gewesen. Denn für arabische Verhältnisse herrscht hier ein geradezu friedvolles Fahrverhalten auf nicht überfüllten, breiten und gut ausgebauten Straßen. Wir fanden schnell ein nettes Hotel und ab ging es zum Spaziergang durch die Stadt. Ausgesprochen höfliche Menschen hier. Dank der Kinder gibt es schnell ein Lächeln und ein Hallo und Anouchkas noch übrig gebliebener arabischer Wortschatz öffnet dann endgültig die Türen zu z.B Backstuben für Fladenbrote.
oder beim Mosaikkünstler.
Kein Betteln, kein „Hey Mister, where do come from?“, kein „very good price only for you“ und so. Wirklich angenehm, hier durch die Straßen zu gehen! Ok, Jakob stellt zwar fest “Wie in Indien, die Mülleimer sind so verrostet, weil sie nicht benutzt werden!“ Aber im Allgemeinen sind die Jordanier ziemlich ordentlich und so testen wir bereits wieder mit viel Freude das örtlichen Speiseangebot.
So nett wie es hier ist, muss ganz offensichtlich die Jordanierin neben uns im Flugzeug richtig gelegen haben, als sie entschuldigtend zur Verspätung sagte: “It is not our fault, it is the one of the British Crew!”






